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wie Chili

Eigentlich sollte ich jetzt gerade lernen, wie man Salsa tanzt. Genau. Der Tanz, der heißt wie Soße. Und damit die Kunden noch verwirrter werden – oder ihr Appetit noch angeregter – nennt sich der Veranstalter “Chili und Salsa”. Aber selbst scharfes Essen hat die Kursleiterin offenbar nicht davon abgehalten, krank zu werden und mir so zu verwehren, mich mal wieder scharf zu fühlen. Denn das meinen die doch, oder? Hot. Salsa ist ein erotischer Tanz und das hat mich gereizt: Mich erotisch fühlen. Mit jemand anderem zusammen Erotik andeuten. Heiß sein. Nicht nur schwitzen, sondern auch schnurren. Mit dem Becken.

Klar geht das.

Statt dessen bleibe ich zu Hause und widme mich meiner Eigenbrötelei. Sehr unsexy.

Wobei noch nicht geklärt ist, ob ich nicht lieber einen Tanz tanzen würde, der von einem Verein angeboten wird, der sich Wasabi und *setzen Sie hier den Namen des Wunschtanzes ein* nennt. Denn – Hand auf’s Herz – wenn mir jemand die Wahl ließe zwischen Chili und Wasabi würde ich mich eindeutig für die hellgrüne Paste entscheiden.

Esse ich Chili und habe mich in der Dosierung vertan, geht es mir nämlich sehr schlecht. Auf unabsehbare Zeit brennt der gesamte Innenraum meines Mundes, ich bin schweißgebadet, purpurrot im Gesicht und – Special for me: Das Innere meiner Ohren juckt. Nichts hilft. Nur leiden und warten.
Verhaue ich mich hingegen in der Dosierung von Wasabi, ist der Effekt ganz anders: Als würde in meinem Kopf eine kleine gedämpfte Explosion stattfinden – knapp über der Nasenwurzel bis hin zum Schädel. FUMP! Und das war’s dann.

Erotisch gesehen würde ich allerdings doch den Effekt von Chili bevorzugen. Also warte ich geduldig auf den Ersatztermin. Und der kommt hoffentlich eher als das nächste Album der Red Hot Chili Peppers.

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