Archiv für anettes13

wie Nichtstun

Wenn es einen Zeitvertreib gibt, der in meinem aktuellen Leben kläglich unterrepräsentiert ist, dann ist es das Nichtstun. Nicht so schlimm? Von wegen. Für mich ist es ein essentieller Bestandteil meines Lebens, der zu meinem Wohlbefinden notwendig ist. Das merke ich immer, wenn ich ein gesellschaftsfreies Wochenende habe, in das ich eigentlich jede Menge nützlicher Tätigkeiten hineinpacken müsste. Regelmäßig vertrödele ich dann den Samstag und achte streng darauf, dass nichts von dem, was ich unternehme, einen nützlichen Aspekt hat. Ich lese Schmöker, höre Musik, schaue fern oder liege herum. Ich kann das hervorragend. Zwei Stunden auf dem Sofa liegen, vielleicht ein bisschen wegdämmern, in die Blätter der Birke oder auf das Schattenspiel an der Wand schauen und das Hirn einfach im freien Raum schwimmen lassen. Danach ein Essen zubereiten, den Fernseher anschalten, ein bisschen Facebook stöbern und dann ins Bett gehen. Wellness für die Seele ist es und durch nichts zu ersetzen.

Habe ich das konsequent durchgehalten (was mir immer wieder gelingt, so vorwurfsvoll mich auch die Dinge, die getan werden wollen, ansehen und sich mir in den Weg werfen), erwische ich mich dabei, wie ich am Sonntag lauter nützliche Tätigkeiten abspule.
Aber nicht erst daran zeigt sich der Nutzen des Nichtsnutzigen. Denn während ich Nichts tue, sortieren sich die Angelegenheiten in meinem Hirn. Dem armen, überlasteten Ding, das im Moment in der Regel so wenig Kapazitäten hat, dass ich sofort vergesse, wo ich das Auto abgestellt, welchen Zeitpunkt ich der Jungenshüterin für ihre erwünschte Ankunft genannt habe und ähnliche nicht ganz unwesentliche Informationen. Im Nichtstun tauche ich durch die Sedimente an Fragestellungen, Erlebnissen, Aufgaben, unglaublich, was mir dann alles wieder einfällt, was sich schon längst im Schlick des Alltags verloren geglaubt hat.

Wer jedoch singt heutzutage ein Lob des Nichtstuns? Unter Freunden und Kollegen scheint es einen Wettstreit zu geben und beschlossene Sache ist es, die eigenen Kapazitäten stets bis an den Rand mit Aktivität zu füllen. Wenn noch Energie und Zeit da ist, dann kann auch noch etwas angegangen werden. Sei es im Arbeitsleben, in der Familie, im Haushalt. Schluss ist erst bei Zapfenstreich und der burn out ist der moderne Schmiss in der Wange, den man letzen Endes doch auch mit dem eigenen Stolz verursacht, einer universellen protestantischen Grundhaltung, dass man schließlich alles gegeben hat.

Sicher. Es ist großartig, seine Tage zu füllen, interessante und schöne Aktivitäten wie Perlen an der Schnur aneinander zu reihen oder wenigstens die knappe Freizeit darauf zu verwenden, schöne Dinge zu tun, die der aktuell wenig erfreulichen Arbeitswelt ein Gegengewicht geben können.

Aber am Ende stelle ich dann fest, dass ich immer weitere gekreiselt bin, angefüllt mit schönen Erinnerungen, aber einen Moment bewusster Ruhe, den habe ich dabei nur in den seltensten Fällen gefunden.

Echtes Nichtstun ist durch fast nichts zu ersetzen. Woran auch immer es liegt, bei mir sind Hirn und Hände leider fest miteinander verdrahtet. Zwar kann ich prima Radio hören, wenn ich Kartoffeln schäle, aber ich durchdringe in dieser Zeit weder große Fragestellungen, noch gelingt es mir, mich Träumen hinzugeben. „Kartoffeln, Kartoffeln, Kartoffeln“, denkt es und dann vielleicht „Topf, Wasser, Salz“.
Einzig im Gehen kann das Nichtstun noch seinen Platz finden, falls ich nicht in Eile bin und eben mal flott die Ecken und Kanten des Tages durch organisatorische Eingriffe glätten muss. Spazierengehen oder Wandern sind wunderbare Tätigkeiten; wenn ich einen Gedanken weiter denken möchte, ist es oft eine gute Idee, meinen Körper in Bewegung zu setzen, am besten ohne Ziel.
Aber heute lege ich mich lieber wieder auf’s Sofa. Schließlich habe ich gerade diesen wunderbar nichtsnutzigen Blogbeitrag geschrieben.

Und ich bin nicht allein.

wie Aufgabe

Aufgaben im Rechenheft meines Achtjährigen sind überschaubar und bestechen durch ihre Lösbarkeit. Natürlich befinden sich diese für das Kind oft in dem Bereich, in dem es Anstrengung und Hirnschmalz kostet, die Aufgabe zu lösen. Das sind jedoch die als interessant empfundenen Aufgaben. Ist es zu leicht, wird es ja langweilig und verkommt zu sinnloser Zeitvergeudung.

Mit der Schule verlassen einen zwar die Rechenhefte, nicht jedoch die Aufgaben. Sie verlagern sich lediglich ins richtige Leben und da in den Bereich, den man niemals vollgekritzelt in einem Karton auf dem Dachboden verstecken kann. Es ist die eigene Persönlichkeit, die als ewige Spielwiese herhalten wird. Manche Aufgaben sind nur temporär, wir lösen sie, ohne uns dessen bewusst zu sein und damit sind sie auch schon ihrer Aufgabenhaftigkeit entkleidet.

Andere Aufgaben hingegen bleiben. Sie sind in unserer Grundstruktur angelegt, da hinein liebevoll von einem vielleicht einzigartigen, vielleicht auch ganz langweilig verbreiteten Geflecht aus Veranlagung, Familienkonstellation, Bewältigungsstrategien der ersten Generation, Situationen und Personen eingewoben.

Wenn ich einmal denke: “Nicht schon wieder. Das kann ich doch nicht. Das soll jetzt doch mal wirklich wer anders machen!”, weiß ich, meine Aufgabe ist wieder da.

Inzwischen bin ich mir immer sicherer, sie wird mich treu bis an mein Lebensende begleiten.
Denn kennzeichnend für eine echte Aufgabe ist die trügerische Gewissheit, sie lösen zu können. Aus jedem neuen Anlauf bin ich irgendwann mit dem Gefühl herausgekommen, sie endlich geknackt zu haben, darauf nicht mehr reinzufallen.
Komme ich dann erneut in eine Situation, in der diese Aufgabe fällig wird, bin ich mir sicher, dass es diesmal gut geht, dass ich alles im Griff hab, die Tendenzen im Blick, alles bedacht, kurz: Mir kann nichts mehr passieren.

Und das ist das sicherste Anzeichen dafür, dass die Aufgabe kurz davor ist, zuzuschlagen.

Was mich jedes Mal auf’s Neue dann umhaut, ist die Tatsache, dass das Gefühl der Hilflosigkeit, dieses armeausbreitende, totale “Ich kann das nicht!” einfach nie an Qualität verliert. Es fühlt sich 1 A genauso Scheiße, genauso auswegslos, genauso frustrierend an wie all die Male davor.

Dabei hilft es kein bisschen, zu wissen, wie oft ich schon aus diesem Gefühl wieder herausgekommen bin, etwas dazu gelernt, verstanden, ausgegraben, bewältigt habe. Ich habe die Aufgabe gelöst, sie in ihre Schranken verwiesen. Nur, damit sie mir bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit erneut ihren süßen Arsch im nächsten Level präsentiert.

wie Navigation

Alle haben es, alle nutzen es. Vor unserer Fahrt nach Frankreich fragte J., wie ich denn den Weg zu unseren diversen Unterkünften hinkriegen wollte, so ohne Navi. Letzten Endes bin ich hinter ihm und seinem Navi hergezockelt. Es ist schon eine feine Sache.

Allerdings hatte ich ebenso wenig Probleme, mein Ziel zu finden, als mich auf der letzten Strecke mein Achtjähriger navigierte. Ein bisschen mehr Vorbereitung, ein bisschen mehr Orientierung war nötig. Aber verfahren haben wir uns genauso wenig (also nur ein bisschen am Ende) wie die anderen Male.

Der arme D. musste von einem Abschleppdienst abgeholt werden. Bei Köln. Irgendwo da draußen in der Vorortwildnis. Als ich ihn aufgelesen habe und wir zurückfahren, fragt er erstaunt, wie ich da bloß hingefunden habe. Ohne Navi.

Ich sonne mich in seiner Bewunderung und fühle mich einmal mehr wie eine aussterbende Gattung. Homo orientensis. Mir behagt es einfach nicht, mein Gefühl im Raum, das Erfassen meiner Umgebung zugunsten von Richtungspfeilen und gesprochenen Anweisungen aufzugeben. Ich ziehe es vor, zu wissen, wo ich bin. Dann habe ich ein inneres Bild, ein Raster meiner Umgebung im Kopf, in dem ich sowohl meine Position als auch die Wege erfassen kann, die ich zu meinem Ziel wähle. Ich bin Herrin meiner Schritte.

Habe ich jedoch keinen Plan, hört meine Fantasie über meine Umgebung da auf, wo mein Auge nicht mehr hinreicht. Das mag ich nicht. Es fühlt sich ein bisschen so an, als fiele gerade die Schwerkraft weg, mir wird anders im Bauch und ich baumele im Nirgendwo herum, abhängig von jedem Hans und Franz der mir den (womöglich falschen) Weg weist.

Reicht es nicht, dass es uns mit unserem Leben so geht? Dass wir jeden Tag auf Sicht fahren? Dass es bei all unseren Planungen für die Zukunft nicht mal einen vernünftigen Überblick über Alternativrouten gibt (landschaftlich reizvoll, schnell, kulturell interessant)?

Verblüffend, wie im Zeitalter intensiver Karriereplanung die Kontrolle über den täglichen Weg aus der Hand gegeben wird. Wo doch die Illusion wie ein riesenhafter Geist aus der Flasche über uns wabert, wir könnten unser Leben im Detail so steuern, dass wir in fünf Jahren da ankommen, wo wir es heute planen.
Die Annahme, die Person, die ich in fünf Jahren sein werde, wäre wirklich glücklich an der Stelle, in die mein heutiges Ich sie hineinwünscht, ist gewagt. Wirklich abstrus aber ist der Gedanke, ich könnte mein Leben steuern wie ein Auto durch die Stadt.

Inzwischen liebe ich Landkarten. Stadtpläne. Sie geben mir das Gefühl, wenigstens im Raum meine Position beherrschen zu können. Und dass ich immer wieder zurückfinden kann, wenn ich mich mal verlaufen habe.

P.S. Einen wunderbaren Radiobeitrag zum Thema Orientierungssinn kann man hier hören.

wie Offenheit

Wir saßen hinter der Jugendherberge. Es wurde allmählich dunkel. Der Unbekannte fragte mich, ob ich mit ihm einen Spaziergang zum Meer machen würde.

Ich fühlte mich wie ein Flipperautomat beim Tilt. In meinem Programm befand sich keine angemessene Reaktion auf dieses Ansinnen. Es sah keine außerhäusigen Aktionen für die Mama vor, keine Risiken und keine Überraschungen.
Ich wusste nicht, was ich tun sollte, also sagte ich Nein.

Später wiederholte er die Frage. Die Situation hatte sich nicht verbessert, es war dunkler geworden. Dafür hatten die Bedenken bereits ihre Pfosten eingeschlagen. Was, wenn er sich mir nähern würde? Was, wenn er – ganz entgegen meines ersten und zweiten Eindrucks – ein wahnsinniger Gewalttäter wäre? Trotz der sehr unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten machten beide Visionen mir zu schaffen.
Ich sagte erneut Nein.

 

 

Aber während wir uns weiter unterhielten, erinnerte ich mich an eine andere Zeit, in der ich einem solchen Vorschlag ohne Zögern zugestimmt hatte. In der es eine Sünde war, einen Spaziergang zum Meer auszuschlagen. In der ich mich von meiner Neugierde, von meiner Offenheit leiten ließ, anstatt mich an die vermeintlich sicheren, vertrauten Pfade zu halten. In der ich meinem Instinkt bei Menschen vertraute, statt Bedenken aus der Zeitung zu simulieren. In der ich nicht die Verantwortung für einen minderjährigen Sohn hatte.
Pfosten.

In der Zwischenzeit hatte er sich näher zu mir gesetzt. Er strahlte Interesse, Freundlichkeit und Offenheit aus – und Zartheit, was bei seiner männlichen Ausstrahlung schon an sich bemerkenswert war. Als er wieder fragte, sagte ich Ja.

Zu wissen, was man will, ist eine feine Sache. Sich in einem vertrauten Rahmen zu bewegen, hat viele Vorteile. Leider lernt man dann nicht mehr viel Neues kennen. Der Unbekannte und ich wären im Internetkatalog nie aneinandergeraten. Auf Anhieb wüsste ich mindestens 2 Kriterien, die ich abgewählt hätte, umgekehrt genauso.

In der festen Vorstellung liegt die Illusion, wir wüssten bereits, was für uns gut ist. Dabei wissen wir lediglich, wie wir auf das reagieren, was wir bereits kennen.

wie Perfekt

botticelli_birth_venus_2

Ich sage es nicht gern, aber: Ich bin nicht perfekt. Also so, wie Frauen in Bildern und Fotos und Filmen so sind: Fettfrei, nur an den gewünschten Stellen gewölbt, enthaart, faltenlos und duftend.
Das macht ganz schönen Stress. Ich finde nicht, dass Körperhaare in meinem Leben eine wichtige Rolle spielen sollten. Falten kommen zwangsläufig, wenn man nicht vorher den Löffel abgibt. Und auch der Körper einer Vierzigjähren hat eine dezidierte Vorstellung davon, wie er sein möchte – und wenn er die durchsetzt, kommt dabei nicht der Körper einer Zwanzigjährigen heraus.

Besonders unbehaglich wird es, wenn über längere Zeit der liebevolle körperliche Umgang mit einem Mann fehlt. Denn dann wird die absurde Vorstellung nicht widerlegt, dass Männer ausschließlich Frauen mit dem Körper von in die Höhe geschossenen Hungerhaken begehren, die täglich locker vier Stunden auf etwas verwenden, das sie als Körperpflege bezeichnen, das ich aber vermutlich als weitreichende Korrekturmaßnahmen einschätzen würde und für das ich meinen Schlaf opfern müsste, weil ich so viel Freizeit einfach nicht habe (und hätte ich sie, würde ich sie für weitaus Interessanteres verwenden).

Ich zum Beispiel schätze es überhaupt nicht, von einem Mann mit enthaartem Oberkörper umarmt zu werden. Von den allergischen Reaktionen, die durch den Kontakt der unvermeidlichen Stoppeln mit weichen Hautstellen entstehen, habe ich noch tagelang etwas. Da ist mir doch ein krauser Flaus hundertfach lieber, macht sich gut an Bauch und Brust und fühlt sich schön an. Sieht er halt nicht aus wie Brad Pitt. Ich habe ja auch nur wenig Ähnlichkeit mit Angelina Jolie.

Wieviel schöner ist es, wenn mir jemand durch die Haare streicht, die von zwei Tagen am Meer voller Salz und Fett sind und anstatt ein angewidertes Gesicht zu ziehen, mir dabei erzählt, wie toll er es gefunden hat, als ich mir bei unserer ersten Begegnung die Haare zurückgestrichen habe und dabei meine (ungefärbte, unblondierte, komplett unmanipulierte) weiß Strähne aufgeblitzt ist.
Allein dafür wäre ich schon absolut bereit, mich in ihn zu verlieben.

wie Quelle

tal ohne wiederkehr

Der Fontaine de Barenton liegt im bretonischen Wald von Brosceliande. Es soll die Gewitterquelle sein, an der die Abenteuer des Ritters Yweins beginnen. Eine blitzgewaltige Ritterquelle ist guter Fantasiestoff für Kinder. Also fügen wir sie unserer Reiseroute hinzu. Wie es das Schicksal will, fällt mir Iwein Löwenritter von Felicitas Hoppe in die Hände. Die passende Abendlektüre für den Urlaub.

Das geht dann so: Ich setze mich auf das Sofa, die Kinder verteilen sich um mich herum. Ich lese vor. Leise setzen sich auch die Erwachsenen in Hörweite. Angepeilt sind drei Kapitel pro Abend. Es ist nie genug. Selbst wenn es sechs Kapitel werden oder zehn.

Das Buch zu lesen, ist ein reines Vergnügen. Die klare, schöne Sprache, das auf Kinder ausgerichtete Erzählen freuen mich besonders, als ich die sonderbare Geschichte wiedererkenne, die mir in meinem Studium begegnet ist. Hoppe hievt den mittelalterlichen Stoff in die Köpfe der neuen Generation. In den folgenden Tagen müssen die Achtjährigen davon abgehalten werden, heimlich weiter zu lesen.

Ich denke an den Abt von Caesarius von Heisterbach, der seine Mönche schimpft: “Wenn ich euch eine Geschichte vom Hof des Königs Artus erzählen will, da macht ihr die Ohren auf und lauscht begierig, aber wenn ich euch von Gott reden will, dann schlaft ihr!”

Und es bleibt nicht beim Iwein. Auf der benachbarten „Grande Ile“ entdecken wir die sîte de castle Erec. Meine Reisegefährten kennen den Erec von Hartmann von Aue als die einzige Liebesgeschichte der Literatur, die gut ausgeht. Ich erinnere mich hauptsächlich an die schwachsinnigen Strafen, mit denen ein empörter Erec seine Enite für die eigenen Fehler peinigt, bis er am Ende schließlich kapiert, was schiefgelaufen ist. Als ich die Geschichte auf dem Weg zur nicht mehr sichtbaren Erec-Burg den Erwachsenen erzähle, hängen die Kinder an uns wie die Fruchtfliegen an der Aprikose.

Hoffentlich hält die wundersame Quelle im Sagenwald den inzwischen aufgeblühten Erwartungen stand. Ich beginne vorzubauen, erzähle den Kindern, dass die Quelle vermutlich nicht mehr funktioniert, sie also weder mit einem furchtbaren Unwetter noch mit einem heranpreschenden Ritter rechnen sollten.

Schließlich sind wir im Wald von Brosceliande. Schon am Eingang wird deutlich, dass hier die Überlieferung überaus biegsam gehandhabt wird. Das Val sans Retour der Fee Morgaine liegt erst seit wenigen Jahrzehnten in diesem Wald – seit das ursprünglich mit der Legende verknüpfte Tal durch Industriebauten so arg verschandelt wurde, dass an Feen nicht mehr zu denken war, an Touristen schon gar nicht.

“Erzähl uns noch eine Geschichte von Rittern”, betteln die Kinder. Während wir furchtlos das Tal ohne Wiederkehr betreten, erzähle ich die Geschichte vom Schwert im Stein. Später fange ich vom Parzival an.

Auch der Quelle könnte eine diskreten Umverlegung unterlaufen sein. Ich erinnere mich aus meinem Besuch vor 16 Jahren an ein unspektakuläres Rinnsal, das dem Laub nur wenige Schritte vom Parkplatz entspringt. Jetzt gehen wir erst einmal zwanzig Minuten, bis wir an einen schön in Steine gefassten Born kommen. Die Kinder beginnen sofort, Wasser zu schöpfen, doch es scheint so, als sei der rechte Stein nicht mehr am Platz, auf den das Wasser gespritzt werden musste, um Donner, Sturm und Reiter herbeizurufen. Nachdem wir die Kinder anschließend davon abgehalten haben, die Steinfassung der Quelle zugunsten eines Staudamms zu demontieren, legen wir eine kleine Leserunde ein.

Am Parkplatz steht ein Schild. Es möchte sich nicht festlegen, ob dies Yweins Gewitterquelle ist oder vielleicht doch die Quelle sei, an der ein bis über beide Ohren verknallter Merlin all sein Wissen an Viviane weitergegeben hat. Warum nicht einfach beides?
Den Ywein lesen wir nach dem Urlaub zu Ende. Er hat seinen Platz in der Fantasie der Kinder gefunden.

Die Quelle selbst ist nicht wichtig. Sie ist nur von Belang für den Strom, der ihr entspringt, ob er aus Wasser besteht oder aus Geschichten.

wie Stimmung

Ohne dass ich es bemerkt habe, hat sich tief unten im Bauch eine Stimmung festgesetzt. Und während ich so nichtsahnend Dinge tue, die getan werden wollen, breitet sie sich aus, bis sie endlich alles abdeckt. Es klopft oben im Hirn. Ich öffne. Da steht die Stimmung. Und sagt:
“Du bist traurig. Sehr traurig.”
Und verwundert stelle ich fest, dass ich singen könnte wie Seeelefant, wenn ich dazu noch die Kraft hätte.

Weil ich eine Frau bin, nehme ich mir in solchen Fällen leicht genervt den inneren Kalender vor. Ah. Mist. Ist es schon wieder soweit? Ist es eigentlich legal, dass sich ein PMS so lange nach vorne erstreckt? Und ich greife zum Glückstee, heiterer Musik, halte mein Gesicht in die Sonne, nehme die Wärmflasche, den Mönchspfeffer (zu spät! wirkt ja erst nach 3 Wochen und in der Zwischenzeit geht es mir längst wieder so gut, dass ich vergesse, die Tabletten zu nehmen).

Was die Männer machen, weiß ich nicht. Vielleicht das gleiche wie ich, wenn ich den Blick in den Kalender einmal vergesse oder dieser auch keine Lösung bietet: Selbsterforschung. Und egal, wie gesund, sozial stabil, frei von finanziellen und anderen existenziellen Sorgen ich auch bin, Kurt Tucholsky hat es so schön ausgedrückt: “Irgendwas ist immer.”
Auf der einen Seite ist es erleichternd, wenn endlich ein Grund für die Stimmung gefunden ist. Auch wenn es sich manchmal so anfühlt, als wäre hauptsächlich die Stimmung erleichtert: “Na siehste. Drum!” Und setzt sich, um zu bleiben.

Auf der anderen Seite ist es wie mit einem Mückenstich: Der Grund schreit danach, gekratzt zu werden, beachtet, unterfüttert, begründet und wenn man nicht aufpasst, hat man so im Handumdrehen etwas aufgebauscht, was man noch gestern mit heiterer Gelassenheit getragen hat. Falls dann noch eine Person in der Nähe ist, die mit dem Grund zu identifzieren ist, ist es ohnehin zu spät. Neben dem Grund ist der Schuldige gefunden, was in etwa der Erleichterung gleicht, wenn man (bitte verzeiht das unappetitliche Bild) den Stich blutig gekratzt hat – die Erleichterung hält allerdings in beiden Fällen meist nur kurz an, eigentlich hat man in der fehlerhaften Krisenbewältigung gerade nur die nächste Stufe erreicht.

Die Stimmung hat es auf jeden Fall geschafft: Sie hat sich aus meinem Kopf heraus faktisch in die Welt gesetzt und spätestens jetzt habe ich wirklich einen Grund, um schlecht drauf zu sein.

wie Treppen

treppe

Die erste Treppe meiner Kindheit war aus Waschbeton und führte mit einmal sieben, einmal fünf Stufen um die Ecke von der Terrasse zum Garten. Ich spüre noch die unebenen Steine unter meinen Knien, an meinen Schenkeln, meinen Händen, warm von der Sonne und so seltsam unberechenbar zwischen glatt und kantig. Auf jeden Fall fühlte sie sich besser an als das Pflaster auf der Terrasse, das immer einen leichten Bimssteineffekt auf meine ungeschützten Knie hatte. Diese Treppe verband zwei Welten: Die immer heiße, windgeschützte der Terrasse und den kühleren Rasen.

Das galt auch für die nächste wichtige Treppe in meinem Leben. Sie war wundersam und geheimnisvoll, dem kindlichen Auge und Zugriff entzogen und führte, wenn ein Erwachsener die Klappe in der Decke des Treppenhauses mit dem Haken am Holzstiel geöffnet und die Eisenleiter wie eine Zieharmonika bis zum Boden gezogen hatte, auf den Speicher. Ein langer, halbdunkler Raum, überwölbt von der nackten Dachkonstruktion, auf der man die Unterseiten der Ziegel ruhen sah. In dem Geruch aus Holz und Staub standen die abgestellten, nicht mehr benötigten Dinge. Ich erinnere mich nur noch an den alten Kleiderschrank meiner Großeltern, der von der modernen Furnierholzgarnitur abgelöst worden war und dort oben seinen langen Schlaf hielt. Aus dem braunen Dämmer ging es wieder hinab in die helle Kühle des Treppenhauses, in der das Geheimnis keinen Platz hatte. Und weil für Kinder ja die Wochen wie Monate und die Monate wie Jahre sind, vergaß ich diese Treppe immer wieder und erlebte sie so mehr als einmal wie ein Wunder.

Nicht alle Treppen konnten solche positiven Gefühle in mir hervorrufen. In Cornwall wanderten wir an einem schönen Tag eine endlose Abfolge von ups und downs. Meine Knie protestierten schon lange und als die Steigung dann so steil wurde, dass freundliche Menschen den Weg in eine behelfsmäßige Treppe verwandelt hatten, machte das das Gehen zwar leichter, an den Schmerzen im Knie jedoch änderten sie nichts. Eher machten sie es schlimmer, denn sie waren das Treppe gewordene Bekenntnis, dass diese steilen Auf- und Abstiege so nun wirklich niemandem zuzumuten wären. Und dort stand ich auf halbem Weg eines downs angesichts des nächsten (und bei weitem nicht letzten) ups da und hätte ich mich entscheiden können, ich wäre einfach dort geblieben. So wie die liebe Frau A., die hier im 4. Stock wohnt und deren Beine neulich zwischen dem 1. und dem 2. Stock schon den Dienst verweigert haben. Treppen können zu unüberwindlichen Hindernissen werden.

Aber damals blieb ich nicht und lernte weitere Treppen kennen: Die luftige Rauchertreppe am ehemaligen Hochlager, in dessen Seitenräumen sich unser Büro befand, geschätzte zehn Meter über dem Boden, eine dieser Feuertreppen, die aus einem Blechgitter bestehen, das selbst auf den zweiten panischen Blick aussieht wie nichts und wo sich der erste Schritt im Bauch wie Fallen anfühlt.

Unter Freunden und Bekannten (und Umzugshelfern) legendär wurde die endlose Treppe in den “gefühlten siebten Stock”, nach unterschiedlichen Zählungen 105 bis 107 Stufen hoch, an dessen Ende mein Himmelsnest lag, die kleine Dachgeschosswohnung, in die ich als Single einzog und vier Jahre später als Mama auszog, die ich den kleinen Sohn hochtrug, als er gerade eine Woche alt war und ich wund am Körper, aber stolz und froh in der Seele. Es war mir ungeheuer wichtig, dass ICH ihn dort hochtrug und wir hatten gute Jahre dort oben, einmal ganz davon abgesehen, dass ich Zeit hatte, die Unsinnigkeit von Kaufwasser in Flaschen zu durchdringen.

All diese Treppen hatten eines gemeinsam: Sie waren alternativlos. Es gab keinen Weg, sie zu umgehen, keine Chance, sie nicht erklimmen oder betreten zu müssen.

Neuerdings habe ich es vermehrt mit einer anderen Art von Treppen zu tun. Die haben eine Rolltreppe zur Seite oder einen Aufzug als Ausweg. Und statt in den dritten Stock des Bürogebäudes hoch zu klettern, oben etwas außer Atem mit gerötetem Gesicht weiterzugehen, kann man einfach in ein stählernes Gehäuse steigen, einen Knopf drücken und hat noch nicht mal Zeit für einen halben smalltalk, bis man schon aussteigen darf. Oder sie laufen eisern glänzend und lautlos neben einem altmodischen Ding aus Beton nach oben, das so aussieht, als hätte nur jemand vergessen, es zu entfernen.

 

Immer wieder stehe ich vor der Entscheidung: Gehen oder Gehen lassen? Steigen oder Gleiten? Es erscheint so sinnlos, sich anzustrengen, wenn man sich doch auch ausruhen könnte. Und doch. Sich bequem von einer anderen Kraft tragen zu lassen, statt zu Fuß die Treppe zu ersteigen, hat etwas vom wissenschaftlichen Arbeiten auf der Grundlage von Sekundärliteratur. Und vom Fahren in einem Aufzug hat noch niemand einen knackigen Po bekommen.

wie U-Bahn

Seit mehr als vier Monaten fahre ich jeden Morgen und jeden Mittag etwa zwanzig Minuten mit der U-Bahn. Eine Freundin von mir verabscheut diese Einrichtung so sehr, dass sie lieber eine Viertelstunde bis zum Hauptbahnhof zu Fuß geht, anstatt 2 Minuten mit der Bahn zurückzulegen.

Diese Abscheu kann ich nicht ganz nachvollziehen.

Nun gut, es gibt da immer wieder mal gewohnheitsmäßige Ansammlungen von Menschen, die meinen Tagesablauf nicht eben bereichern. Ich möchte nicht wirklich jeden Morgen an den gleichen drei bis vier zerstörten Existenzen mit Bier und Fluppe vorbeilaufen – ohne jedoch wirklich sagen zu können, warum ich das ablehne.

Auch hastet man manchmal an Gerüchen vorbei, die sich in den Fliesen schon festgesogen haben, gelbliche Krusten in den Winkeln stinken nach altem Urin, Kippen, Müll.

Aber es gibt auch diese freundlichen Ausblühungen, wie das verliebte junge Obdachlosenpärchen, das sich für ein oder zwei Wochen in dem Tunnelsystem, das vom Platz in den Untergrund führt, ihr Wohn- und Schlafzimmer eingerichtet hatte. Da lagen sie dann und schlummerten oder saßen im Bett und plauderten. Waren sie nicht zu Hause, hatten sie alles ordentlich zusammengeräumt. Auch wenn es mir nicht recht passte, dass ich auf meinen Weg durch den öffentlichen Raum unversehens zum Voyer gemacht wurde, fand ich die beiden wirklich reizend und gönnte ihnen ihr kurzes Glück.

Was ich in der U-Bahn liebe, ist die Auswahl an unterschiedlichen Menschen. Manchmal kommt mich das große Staunen an, wie verschieden wir sind, wie doch die jeweilige Vorstellung von einem gut gekleideten und hergerichteten Selbst so variantenreiche Ergebnisse hervorbringt. Ich stelle es mir dann vor, wie diese oder jener nach dem Aufstehen vor dem Spiegel steht, zunächst verschlafen und nackt, um sich dann Schicht für Schicht in seine Hüllen zu kleiden, Stücke, die irgendwann einmal ausgewählt wurden als passend, als schmeichelnd, fühle den Blick, den sie sich im Spiegel zuwerfen, ahne einen Hauch der Vorstellung davon, wie sich jemand gut findet, wie er – oder sie – sich selbst sieht, sehen möchte. Dann noch all die winzigen und aufwändigen persönlichen Eingriffe in Haar und Gesicht und fertig ist die öffentlichkeitsfähige Larve, die zunächst scheinbar mehr darüber sagt, wie jemand sein möchte als darüber, wie er – oder sie – wohl ist. Aber: Worin sind wir besser zu erkennen als in unseren Träumen, unseren Sehnsüchten?

Und all diese aufwändige Arbeit hängt den Menschen in der U-Bahn noch lose an wie ein noch nicht ganz geschlossenes Hemd, die noch nicht festgezurrte Krawatte, denn die U-Bahn ist der Limbus der modernen Städte (nicht zu verwechseln mit dem Limbo, dann wäre es ja jeden Morgen sehr lustig in den Bahnhöfen). Es ist ein Zwischenbereich zwischen den Settings. Nicht mehr zu Hause, noch nicht an der Arbeit, die Bühnenbeleuchtung ist noch nicht an, die Darsteller sitzen auf den harten Sitzen, mit einem Kostüm, das in der tristen Umgebung fehl am Platze wirkt, sie stehen mitten im Raum, starren ins Nichts und warten, bis sie dran sind.

Und so lange sie nicht dran sind, sind sie nicht anwesend. Könnte man aus der Anstrengung, gerade nicht existent zu sein, Energie gewinnen, die Bahn hätte die kleinste Stromrechnung der Welt. Ob mit Knopf im Ohr, dem Handy unter flinken Fingern, einem Buch in der Hand oder dem leeren Blick zwischen allen anderen hindurch, alle spielen das Lieblingsspiel der Zweijährigen: “Ich bin gar nicht da.”

Ich ziehe – wenn ich nicht meine Mitnichtanwesenden neugierig anstarre – das Buch vor. Und sofern es die Dämonen dieser Vorhölle (das sind Menschen, deren Stimme bis ans andere Ende des Waggons trägt, ewige Telefonierer oder Intimitäten-Herausbrüller) es zulassen, erlebe ich in dem Zustand des Nichtzuständigseins oft selige, zeitlose Phasen des Abtauchens, aus denen ich manchmal aufschrecke, wie an einem Morgen, wo man sich nicht erinnert, was für ein Tag es ist. Ein schneller Blick nach draußen – puh! – es sind noch zwei Stationen und das Wiedereinsinken in die Zauberwelt der Buchstaben ist so schön, wie sich morgens noch einmal umzudrehen.

Und wenn ich dann nachmittags nach Hause komme, höre ich schon von Weitem die Gitarre. Entweder steht da der schielende Schotte mit der samtigen Stimme, oder der langgesichtige Franzose mit den Belmondolippen sitzt auf seinem Höckerchen und schrammelt ohne Gesang ein paar Akkorde mit sommerlichen Pickings dazwischen. Beide bekommen immer mal wieder ein Geldstück von mir, wir unterhalten uns ein paar Takte. Neulich fragte mich der Franzose, welches Sternzeichen ich hätte. Ich ließ ihn raten (das – wie ich finde – einzig zulässige Verhalten auf diese Frage).
“Krebs?” – “Nein” – “Stier?” – “(Überraschung) Ja.” – “Aah (Geste und ein französisches Wort, die beide so etwas wie “war ja klar!” bedeuteten) – Venüüüüs!”

Ich weiß wirklich nicht, was man gegen die U-Bahn haben kann.

Kommentare

wie Vandalen

Als ich eben im Kinderzimmer saß, um meinem frischgebackenen Schulkind bei den Hausaufgaben die Gedanken zu stärken, hätte ich fast geweint. Wir haben nämlich Besuch: meine innig geliebte Freundin K. aus dem Osten und ihre zwei süßen und aufgeweckten Söhne P. (5,5) und M (2,5). Und ich hatte es vergessen. Das Hirn macht das ja immer so mit Traumata und Geschehnissen, die der menschliche Geist nicht verkraften kann.


Ich hatte vergessen, was Kinder unter vier einem Kinderzimmer antun. Ein paar Stunden unter nur oberflächlichler Aufsicht und es ist nicht nur der Teppichboden bedeckt mit allem, was sich in Klein- und Kleinstteilchen zerlegen ließ (bei der Hälfte der Dinge handelte es sich um quasi atomare Spielsachen, die ich bislang für unteilbar gehalten hatte), in allen Ritzen liegen Teile von Teilen. Autositze, Playmobilpistolen, Kanonenkugeln und – nein, ich fange gleich wieder an zu weinen.

Die Entdeckungslust und der Forscherdrang der Kinder ist immens und in dem Alter fehlt ihnen noch die umfassende Regelkenntnis, die Erwachsene in der Regel davon abhält, alle Dinge auseinanderzunehmen, die Einzelteile einer Belastungsprobe auszusetzen, das Innere erforschen zu wollen. Die einzelnen Neins in den sich permanent verzweigenden Neuronen eines Zweijährigen sind noch an einer Hand abzuzählen – zumindest wenn man sich auf die bezieht, die sie gleichzeitig befolgen können. Und darum sind sie erbarmungslos wie die Vandalen, so gründlich wie Wanderheuschrecken und gleichzeitig so wunderbar und niedlich wie kleine Kinder.

Verrückt, dass man das vergessen kann, wenn das eigene Kind grad mal beinahe sieben ist – so lange ist das doch nicht her. Aber es hat sich bei ihm auch nicht so angefühlt. Zumindest nicht bei uns Zuhause. Jetzt, wo ich wieder eine ganz normale Wohnung bewohne, in der nicht alles Zerbrechliche und Kostbare entweder hinter Gittern oder außerhalb von Knabenreckhöhe aufbewahrt wird, erlebe ich jenen Besuch damals von der anderen Seite, wo ich in der Wohnung des jungen Paares völlig unentspannt meinem Kind hinterhergeschnürt bin, überall elektrische Geräte, Steckdosen, scharfe Kanten, Zerbrechliches in meinem Radar aufleuchtend. Unsere Kleinkindwohnung war eine entschärfte Version, wo auch heftigst explorierende Kinder keine Chance hatten. Nun ist das anders.

Und während ich weinen möchte, weil ich die Versuche meiner letzten großen Ordnungsanstrengung wie feinen Sand über den Teppich verteilt sehe, fühle ich mich doch schlecht, weil keines der Kinder auch nur irgend etwas Verkehrtes gemacht hat. Ich bin es, die ihnen die Umgebung so hätte einrichten können, dass sie ihren Spaß haben, ohne dass sich irgendjemand durch ihre wichtige Arbeit (nur Narren denken, dass das Spiel der Kinder nichts Ernsthaftes sei) gestört fühlt.